18 neue Gesundheitsmediatoren ausgebildet

07.05.2015MiMi-Gesundheitsprojekt: Aufklärung und Übersetzung von Arabisch bis Ukrainisch baut soziale Barrieren von Migranten ab

Drei Monate lang haben sich 18 Migrantinnen und Migranten während einer 50-stündigen Schulung zum Interkulturellen Gesundheitsmediator ausbilden lassen. Bis diese ihre Teilnahmebescheinigung in Händen hielten galt es, sich an acht Abend- und drei Wochenendterminen mit Themen wie „Das deutsche Gesundheitssystem“, Schutzimpfungen, Seelische Gesundheit, Diabetes, Kindergesundheit oder Suchterkrankung auseinanderzusetzen.

Die Mediatoren werden das angeeignete Wissen nun bei Informationsveranstaltungen an ihre Landsleute in ihrer Muttersprache weitergeben und so für eine flächendeckende Aufklärung sorgen. Ziel von MiMi ist es, potentielle sprachliche oder sonstige Benachteiligung von Migranten/-innen abzubauen, psychische Belastungen zu verringern und die Lebenszufriedenheit zu verbessern. Es handelt sich bereits um die zweite Vollschulung, die erste fand im Jahr 2012 statt.

Die Gesundheitsmediatoren/-innen können von Gesundheitseinrichtungen, Stadtteil- und Beratungszentren, Arztpraxen, Kindertagesstätten, Seniorengruppen und interkulturellen Einrichtungen angefragt werden. Folgende Sprachen sind vertreten: Arabisch, Amharisch, Englisch, Französisch, Kurdisch, Oromisch, Niederländisch, Persisch, Polnisch, Russisch, Serbo-Kroatisch, Spanisch, Türkisch, Ukrainisch.

Ab September 2015 wird sich eine Gemeindedolmetscherschulung anschließen, die interessierte MiMi-Mediatoren gezielt darin ausbildet, in Kliniken, gesundheitlichen und sozialen Einrichtungen bei Untersuchungs- und Beratungsterminen passgenau zu dolmetschen. Die MiMi-Standortkoordinatorin der Stadt Bamberg übernimmt im Anschluss an diese Ausbildung die zeitnahe Vermittlung der passenden Dolmetscher und stellt den Kontakt zwischen Auftraggebern und den Gemeindedolmetschern her.

Informationen zu den Gesundheitsmediatoren/-innen und Gemeindedolmetschern erteilt MiMi-Standortkoordinatorin Yvonne Rüttger, Telefon: 0951/87-1446, E-Mail: yvonne.ruettgerstadt.bamberg.de

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