10 Jahre Hilfe für Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten – aber selbstverständlich

31.03.2015Seit 10 Jahren unterstützt die Juraklinik Scheßlitz das Friedensdorf International bei der unentgeltlichen Behandlung von Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten. Dieses Selbstverständnis kam inzwischen acht Kindern aus Afghanistan, Tadschikistan und Angola zu Gute. Sie alle erhielten die so dringend notwendige und langersehnte medizinische Behandlung, die in ihrer Heimat nicht möglich war.

Dr. Matthias Biedermann, Chefarzt der Unfallchirurgie setzt diese Tradition weiter fort und erklärte sich im Februar 2015 sofort bereit Shafiullah aus Afghanistan unentgeltlich zu operieren.

Eine lange Reise hatte der 10 jährige Shafiullah hinter sich bevor er nachts in der Juraklinik Scheßlitz ankam. Im Rahmen des 71.Hilfseinsatz in Afghanistan und den zentralasiatischen Partnerländern von Friedensdorf International flog er gemeinsam mit 108 Kindern, den Begleitern der Partnerorganisationen und dem Einsatzteam des Friedensdorfes nach Deutschland. Auf dem Düsseldorfer Flughafen wurde er von einem Team des BRK Bamberg in Empfang genommen und mit dem Krankenwagen nach Scheßlitz gebracht.

Der Junge hatte eine ausgeprägte schwere Knochenentzündung des linken Oberschenkels. Nach eingehender Untersuchung konnte mit einer aufwändigen Operation und entsprechender Nachbehandlung die Erkrankung zur Abheilung gebracht werden.

Während seines fünfwöchigen Aufenthaltes in der Juraklinik feierte „Shafi“, wie er liebevoll von den Ärzten und Pflegekräften genannt wurde, seinen 10ten Geburtstag. Mit dem kleinen Spielzeugauto, das er als Geschenk erhielt, erkundete er bald die ganze Klinik und war im gesamten Krankenhaus bekannt und beliebt. Alle Mitarbeiter freuten sich mit ihm über seine Genesungsfortschritte. War anfangs die Verständigung noch auf eine reine Zeichensprache beschränkt verbesserte sich zusehends auch die Kommunikation. Am 27. März war es dann soweit, Shafi konnte gesund aus der Juraklinik entlassen werden. Die chirurgische Station mit ihren Pflegerinnen und Pflegern als auch die Ärzte und weiteres Personal aus der Klinik werden den immer freundlich lächelnden Jungen sehr vermissen.

Liebevoll umsorgt wurde der afghanische Junge zusätzlich von ehrenamtlichen Betreuerinnen des Friedensdorfes.

Nun wird er noch eine Zeit in der Heim- und Pflegeeinrichtung des Friedensdorfes in Oberhausen verbringen bis er im August zu seiner Familie und in seine Heimat zurückkehrt.

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