Weniger ist mehr

15.04.2015Klinik am Heinrichsdamm bietet schonende Alternative zum kompletten künstlichen Kniegelenk

Gerade bei jüngeren Arthrosepatienten ist häufig nur ein Teil des Kniegelenkes von der Abnutzung betroffen. Seit nunmehr fast 40 Jahren hat sich für diese Patienten der sogenannte Oxford-Schlitten weltweit bewährt und etabliert. Das Oxford Kniesystem ersetzt lediglich den geschädigten Gelenkanteil und ermöglicht damit eine OP ohne unnötigen Knochenverlust.

Dr. Franz Ertl: „Bei dem Teilgelenkersatz mit dem Oxford-System wird nur der geschädigte Anteil des Kniegelenkes überkront. Die Operation wird minimalinvasiv durchgeführt. Patienten profitieren davon: Sie haben nach der Operation üblicherweise weniger Schmerzen, erholen sich schneller und der natürliche Bewegungsumfang des Knies bleibt erhalten. Studien zeigen, dass die Zufriedenheit mit dem Teilgelenkersatz deutlich höher ist als mit der Totalendoprothese.“

Patientenindividuelle Implantatplanung

Um für jeden Patienten das individuell beste OP-Ergebnis zu erzielen, bietet das Ärzteteam, bestehend aus Dr. Franz Ertl, Dr. Jens Flottemesch und Dr. Hans Fünfgelder, den Patienten zudem an, Implantationen des Oxford Kniesystems unter Zuhilfenahme des Signature-Systems vorzunehmen. Auf Basis eines MRT können für jeden Patienten individuelle Führungsschablonen gefertigt werden, die bei der OP die korrekte Platzierung des Implantats erleichtern. Bereits im Januar hat Dr. Franz Ertl erstmalig in der Klinik am Heinrichsdamm („Schellererklinik“) das Oxford-Signature-System bei einem Patienten erfolgreich angewandt.

„Ohne dieses Verfahren hätten wir bei diesem Patienten die Operation so nicht durchführen können, da hier bestimmte, von der Norm abweichende, Achsgeometrien vorlagen. Deshalb ist die präoperative Diagnostik, Untersuchung und Beratung eines Patienten von immenser Bedeutung,“ so das Team.

Und was sagt der Patient, der eigens für diesen Eingriff aus Schwanstetten bei Nürnberg angereist kam? Er berichtet, dass er mit dem Heilungsverlauf sehr zufrieden ist und bereits am Tag nach der Operation wieder seine ersten Schritte machte. „Ich hatte überhaupt keine Schmerzen und bin froh, dass ich mich für diese Operationsmethode entschieden habe.“

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Foto von links: Dr. Jens Flottemesch, Dr. Franz Ertl, Patient Siegfried Herwig, Dr. Hans Fünfgelder.

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