Tipps für einen starken Kinderrücken

Pressemitteilung | 18.11.2013Jeder dritte Deutsche leidet unter Rückenschmerzen. Damit es erst gar nicht so weit kommt, sind Bewegung und Kräftigung des Rückens schon bei Kindern wichtig. Die Schön Klinik hat eine Kampagne „Starke Tipps für einen gesunden Rücken“ gestartet. Mit einer „Rückenschule“ wendet sie sich an Familien und informiert über spielerische Übungen, mit denen Kinder und Jugendliche von Anfang an „in Bewegung bleiben“.

„Fast jedes zweite Schulkind zwischen 7 und 14 Jahren hat eine schlechte Körperhaltung“, sagt Dr. Stefan Middeldorf, Wirbelsäulenexperte an der Schön Klinik Bad Staffelstein. „Einer von fünf Teenagern klagt einmal wöchentlich über Rückenschmerzen. Hauptauslöser sind Bewegungsmangel, langes Sitzen, ungeeignete Schulranzen oder Sitzmöbel.“ Die Infobroschüre „Starke Tipps für einen gesunden Rücken“ der Schön Klinik, die Eltern unter Telefon 09573 56-601 kostenfrei bestellen können, gibt praktische Tipps für einen rückengesunden Alltag. Für eine gesunde Entwicklung brauchen Kinder täglich mindestens zwei Stunden Bewegung. Sei es Toben am Spielplatz, Fußballspielen im Verein oder Wandern mit den Eltern – geeignet ist alles, was Spaß macht und die Beweglichkeit sowie die Koordination fördert.

Wenn schon sitzen, dann richtig

In der Schule und bei den Hausaufgaben gilt: Der optimale Arbeitsplatz wächst mit dem Kind mit: Tisch und Stuhl sollten in der Höhe verstellbar sein. Der ideale Schreibtischstuhl sollte ein bewegtes und sicheres Sitzen ermöglichen, sowie einen kippbaren Sitz und eine flexible Rückenlehne haben. Beim Sitzen sollten Kinder Hüfte und Knie im 90-Grad-Winkel beugen und beide Füße fest aufstellen können. Kommen die Mädchen und Buben mit ihren Füßen noch nicht auf den Boden, hilft ein verstellbarer Stuhl mit einem Fußbrett. Ein Schreibtisch mit einer leicht schrägen Arbeitsplatte unterstützt die Aufrichtung der Wirbelsäule. Die Experten der Schön Klinik empfehlen zudem, beim Hausaufgabenmachen den Stuhl ruhig auch einmal durch einen Pezziball zu ersetzen und im Alltag die Fahrdienste einzuschränken. „Lassen Sie Ihr Kind zu Fuß in die Schule gehen, radeln oder mit dem Tretroller zur besten Freundin fahren. Seien Sie Ihrem Kind ein gutes Vorbild und leben Sie ihm einen bewegten Alltag vor.“

Bei dauerhaften Schmerzen zum Arzt

Chefarzt Dr. Middeldorf betont: „Bei starken, dauerhaften Rückenschmerzen sollte unbedingt der Kinderarzt aufgesucht werden.“ Gerade Eltern von Teenager sollten wachsam sein. Wenn sich bei Jugendlichen ein Rippenbuckel zeigt, kann dies auf eine Skoliose hindeuten. „Eine Skoliose ist mehr als eine schlechte Haltung“, erklärt Dr. Middeldorf. „Bei jungen Patienten kann es während des Wachstums zu einer krankhaften Verkrümmung der Wirbelsäule kommen.“ Die Behandlung ist abhängig vom Grad der Skoliose. Bei einem Krümmungswinkel bis zu 20 Grad empfehlen die Ärzte der Schön Klinik Bad Staffelstein eine spezialisierte Krankengymnastik, zwischen 20 und 35 Grad wird diese durch ein individuell angepasstes Korsett ergänzt. „Schwerere Fälle müssen operiert werden“, sagt Rückenexperte Dr. Middeldorf.

„Drehwurm“ – eine Übung aus der „Rückenschule“ der Schön Klinik

Lege Dich auf den Rücken und mache Dich ganz lang, indem Du beide Beine und die Arme über den Kopf nach hinten ausstreckst. Rolle Dich in dieser Position viermal um Deine eigene Achse und dann wieder zurück. Diese Übung fördert Deine Beweglichkeit, stärkt die Rücken- und Po-Muskulatur und bringt außerdem eine Menge Spaß.

Servicetipp: Schulranzen-Check

  • Ein rückenfreundlicher Schulranzen wiegt leer maximal eineinhalb Kilogramm, passt sich dem Rücken an und hat gepolsterte Träger. Er schließt in Schulterhöhe ab und ist nicht breiter als die Schultern des Kindes.
  • Der Schulranzen sollte an beiden Schultern getragen werden. So werden die Muskeln beider Körperseiten gleichmäßig belastet.
  • Die Faustregel für das Höchstgewicht lautet: Der gefüllte Ranzen sollte maximal zehn bis zwölf Prozent des Körpergewichts betragen.
  • Das Gewicht (z.B. Bücher, Pausenverpflegung etc.) sollte gleichmäßig im Ranzen verteilt werden, um eine einseitige Belastung der Wirbelsäule zu vermeiden.
  • Rucksäcke sind zwar leichter, aber dennoch nicht zu empfehlen. Ihnen fehlt die notwendige Eigenstabilität, um schwere Gegenstände gleichmäßig zu verteilen

 

 

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