Erschöpft und leer statt überglücklich - Krisen nach der Geburt sind leider keine Seltenheit!
Am 18. September 2010 veranstaltet das neu gegründete Bamberger Netzwerk „Krise nach der Geburt" an der Bamberger Universität am Markushaus (Markusplatz 3) von 9:30 bis 17:30 Uhr einen umfassenden Fachtag zum Thema "Krisen nach der Geburt - so hatte ich mir das nicht vorgestellt!".
Ziel des Fachtages ist es, Experten wie Ärzte, Psychotherapeuten, Hebammen oder Sozialarbeiter aber auch Betroffene und ihre Angehörigen fundiert über psychische Probleme und Krisen im Rahmen einer Schwangerschaft und Geburt aufzuklären.
Darüber hinaus werden verschiedene Möglichkeiten der Behandlung aufgezeigt und erläutert. Die Vorträge am Vormittag sind dabei kostenfrei und können von allen Interessierten ohne vorherige Anmeldung besucht werden. Die Kosten für die Teilnahme an den Workshops betragen 20,- €uro und erfordern eine entsprechende Anmeldung auf der Internetseite des Netzwerkes unter:
http://www.krise-nach-der-geburt.de/anmeldung_fachtag.html
Der Fachtag wird unterstützt von der Universität Bamberg, dem Landratsamt Bamberg, der Bamberger Gesundheitsregion, dem Ärztlichen Kreisverband Bamberg, pro familia Bamberg und donum vitae Bamberg.
Programmablauf am 18. September 9:30 – 17:30 Uhr (Bamberger Universität am Markushaus, Markusplatz 3)
Vorträge am Vormittag
9.30 - 9.45 Uhr:
BEGRÜSSUNG durch
Prof. Dr. Jörg Wolstein, Universität Bamberg
Dr. med. Georg Knoblach, Gesundheitsregion Bamberg /
Ärztlicher Kreisverband Bamberg
Alexandra Hölzlein, Netzwerk Krise nach der Geburt
9.45 - 10.30 Uhr:
"SO HATTE ICH MIR DAS NICHT VORGESTELLT"
eine Einführung in das Thema Postpartale Erkrankung
Kerstin Eichhorn-Wehnert,
Dipl.-Sozialpädagogin(FH), FH Coburg
Helga Füssmann,
Dipl.-Psychologin, Psych. Psychotherapeutin, Vorstand im
Verband psych. Psychotherapeuten Bayern
10.30 - 10.40 Uhr:
KLEINE PAUSE
10.40 - 11.30 Uhr:
MEDIKAMENTE IN SCHWANGERSCHAFT UND STILLZEIT
Dr. Barbara Bauer-Lieberth, Neurologin und
Psychiaterin in Bamberg
11.40 - 12.30 Uhr:
POSTPARTALE PSYCHISCHE ERKRANKUNGEN UND DIE FOLGEN FÜR DAS WOHL VON MUTTER UND KIND
Dr. Christiane Hornstein,
Psychiatrisches Zentrum Nordbaden /
Marcé Gesellschaft
12.30 - 14.00 Uhr:
MITTAGSPAUSE
Workshops am Nachmittag:
Workshop 1-3 : 14:00 - 15:30 Uhr:
WORKSHOP 1:
"Ich bin nicht allein" - Die Selbsthilfegruppe als Angebot für Frauen mit postpartalen psychischen Erkrankungen
Leitung:
Ulrike Wecker, HP-Psych., Leiterin der
Selbsthilfegruppe München des Vereins
"Schatten&Licht"
WORKSHOP 2:
Prävention - " Wie erkenne ich eine postpartale psychische Störung?"
Leitung:
Prof. Dr. Jörg Wolstein, Professor für
Pathopsychologie an der Universität
Bamberg
WORKSHOP 3:
"Ich hätte einfach jemanden zum Reden gebraucht" - ambulante Beratungs- und Therapieangebote
Leitung:
Kerstin Eichhorn-Wehnert,
Dipl.-Sozialpädagogin(FH), FH Coburg
Antje Neundorfer,
Psych. Psychotherapeutin
15.30 - 16.00 Uhr:
Kaffeepause
Workshop 4-5: 16:00 - 17:30 Uhr
WORKSHOP 4:
Begleitende und ergänzende Therapieansätze
Leitung:
Kerstin Petermann, Heilpraktikerin
Tatjana Mathives, Heilpraktikerin, Leiterin
der Selbsthilfegruppe Bamberg
WORKSHOP 5:
Bindungsstörungen psychisch kranker Mütter, Therapieansätze
Leitung:
Dr. Christiane Hornstein,
Ärztin für Psychiatrie, Leiterin des
Mutter-Kind-Projekts in Wiesloch
Über das Bamberger Netzwerk „Krise nach der Geburt“
Wohl kaum ein Ereignis im Leben ist so einschneidend wie die Geburt eines Kindes, vor allem für die Frau. Während das Umfeld eine strahlende und überglückliche junge Mutter erwartet, fühlen sich die betroffenen Frauen aber nicht selten unsicher, missverstanden und mit ihrer Situation allein gelassen.
Etwa jede zehnte Frau erleidet im ersten Jahr nach der Geburt eine Depression oder eine andere psychische Störung. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und können von der hormonellen Umstellung, über eine schwierige oder sogar als traumatisch empfundene Geburt bis hin zu den massiven Veränderungen durch das Kind oder entsprechenden Vorerkrankungen reichen. Viele betroffene Frauen leiden im Stillen, weil sie nicht wissen, was mit ihnen los ist und an wen sie sich mit ihren Problemen und Sorgen wenden können.
Aus diesem Grund haben sich in Bamberg Beratungsstellen und Fachleute – wie Hebammen, PsychotherpeutInnen, HeilpraktikerInnen und ÄrztInnen – vernetzt, um in der Region und darüber hinaus über die Formen und Verläufe von psychischen Störungen nach der Geburt und mögliche Behandlungsansätze zu informieren und zu beraten.
Interessierte sind herzlich eingeladen, an dem regelmäßig stattfindenen Netzwerktreffen teilzunehmen!
Weitere Informationen zum Netzwerk "Krise nach der Geburt":
Landratsamt Bamberg
Frau Alexandra Hölzlein
Fachbereich Gesundheitsförderung und
Staatlich anerkannte Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen
Ludwigstraße 25
96052 Bamberg
Tel. 0951/85665
Email : alexandra.hoelzlein(at)lra-ba.bayern.de